
Zweiter Weltkrieg: Reliquien von deportierten Juden
Die „Reliquien“ sind 3048 aufbewahrte Briefumschläge, in denen sich die Dokumente befinden, die die Gefangenen bei ihrer Ankunft in der Kaserne Dossin in Mechelen – ein Durchgangslager für die Sammlung von Juden und Zigeunern in Erwartung ihrer Deportation – an die Lagerleitung abgeben mussten. Es handelt sich um Fotos, Briefe, Personalausweise, Mitgliedskarten, Diplome…
Bis heute wurden zahlreiche Anfragen auf Einsicht in diese Dokumente eingereicht. In der Tat sind diese Dokumente oft die letzten Spuren eines Verschwundenen/Verstorbenen, seien es Söhne, Töchter, Brüder, Schwestern, Ehepartner, Nichten, Neffen, Klassenfreunde…
Zwei konkrete Fragen als Beispiel: R.K. fragt, ob es in den Archiven des Jüdischen Deportations- und Widerstandsmuseums Dokumentation über seine Großeltern, seinen Onkel und seine Tante gibt, die allesamt im Jahr 1942 über die Dossin-Kaserne nach Auschwitz deportiert wurden. W.S. ist im Namen seiner Mutter auf der Suche nach Informationen über Klassenfreunde, die während des Krieges plötzlich verschwanden.
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Jüdisches Deportations- und Widerstandsmuseum
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